Sommer, Sonne, Bier in der Hand und Bands unter freiem Himmel. So kann ein tolles Bandlift-Wochenende aussehen. Nicht nur junge Menschen treffen sich beim Bandlift-Festival auf dem Flugplatz und haben eine gute Zeit. Alle Generationen sind vertreten. Umsonst und draußen von Donnerstag bis Sonntag.
Nahezu 10.000 Besucher kamen am verlängerten Wochenende zum elften Bandlift-Festival auf den Flugplatz. Was soll man sagen, am Ende waren alle sprachlos, denn trotz Gewitter und Regengüsse war der Bandlift erneut ein Anziehungspunkt.
So kann es weitergehen, denn auf dem Flugplatzgelände wird es nicht so schnell zu eng. Das genießen die vielen Besucher. Der Hangar samt seinem Gelände drumherum waren bereits für den Bandlift in Jahren zuvor die beste Lösung, als immer mehr Besucher kamen. Auch die Zeltstadt wächst von Jahr zu Jahr, aber es finden noch immer die vielen Autos und Fahrräder eine Parkmöglichkeit. Die über 280 Helfer hatten während der klangvollen Tage alle Hände voll zu tun. Unglaublich wie da Jung und Alt zusammenhilft. Jede helfende Hand wird benötigt, um so ein mega Festival reibungslos veranstalten zu können. Da hilft so Mancher einfach gerne mit.
Auch bei den Besuchern sind alle Generationen vertreten. Vom Baby mit dem Kopfhörer bis zu den Musikbegeisterten der älteren Semester. Eine Wahnsinnssache, obwohl das Wetter heuer nicht immer so gut mitgespielt hat. Der Stimmung, Atmosphäre und vor allem der Musik tat dies aber keinen Abbruch. Der Hangar ist ein idealer, trockener Ausweichort.
Die Besucher kamen von weit her, um dieses Festival zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen.
Es war ein riesengroßer Erfolg. Junge Musiker, kleine und große Bands, 44 an der Zahl, gaben ihr Bestes auf zwei bereitgestellten Bühnen und im Hangar.
Der Bandlift dauerte auch dieses Jahr wieder vier Tage. Den Auftakt machte eine wunderschöne Chornacht. Eine ganz andere Musikrichtung, als an den folgenden Tagen, die aber erneut richtig gut ankam. Die Menschen freuen sich inzwischen regelrecht darauf. Nicht nur bei den Zuhörern, auch genauso bei den vielen Sängerinnen und Sängern war die Freude an ihren Aufführungen zu spüren.
Alle 10 Chöre ließen aufhorchen, sei es etwa „nota bene“, „People in Motion“, „Cappella Camäleon“, Kolbasz MV und weitere aus der Umgebung. Auch ein reiner Männergesangverein aus Schalkstetten war mit dabei und mit dem Chor aller noch anwesenden Sängerinnen und Sänger fand der Abend um Mitternacht ein fantastisches Grande-Finale. Die letzten vier Chöre mussten allerdings im Hangar singen, denn ein Gewitter zog auf. Es war ein großartiger Klang hinaus auf die Weite des Flugplatzes. Da spürte man die Energie von Spaß und Freude mit viel Schwung und Begeisterung auch noch zu später Stunde. Das lange Warten bis zum Ende hat sich allemal gelohnt. Schon am Donnerstag kamen mehr als 1 000 Festival-Besucher zum Flugplatz.
Ohne Probleme gelangte man ganz nebenbei mit einem Aperol Spritz, Limoncello Spritz oder einem Bandlift-Schorle als auch dem klassischen Glas Sekt sogar in den Sekthimmel.
Der Freitag wurde etwas nass, nach 22 Uhr regnete es heftig. Einen erprobten Festivalbesucher macht das wenig aus. Es gibt für jedes Wetter die richtige Kleidung. Auf der kleineren Bühne hörte man kurzfristig auf zu spielen, aber die Bands auf den andren Bühnen spielten lautstark weiter. Es gab noch genügend Zuhörer, die dem Regen trotzten. Da war natürlich der Hangar ein toller, trockener Platz zum Musizieren bis ins Morgengrauen.
Interessant auch die Biermeile beim Bandlift – Festival. Diese Sportart ist nicht ernst zu nehmen. Eine Meile wird gerannt. Jeweils nach 400 Meter wartet ein kleines Bier in der Trinkzone auf Läufer und Läuferin und das viermal nacheinander. Dieses Jahr war Premiere mit einem Lauf im Regen, der trotzdem Spaß machte.

Auch am Samstag spielten verschieden Bands auf drei verschiedenen Bühnen. Rock, Blues, Irish Folk, Jazz, Heavy Metal und Pop schallte über den Flugplatz. Etwas über eine halbe Stunde konnte jede Band sich vorstellen.
Es sind beeindruckende Vollblutmusiker, die mal richtig wild spielten, dann wieder weniger, aber trotzdem mit viel Power und Rhythmus so richtig zum Abtanzen auffordern. Alle der verschiedenartigsten Bands verstanden es hervorragend, das Publikum zu begeistern.
Im Hangar wurde bis zum Morgengrauen durchgespielt. Die Bands kennen ihr Publikum, das bis zur späten Stunde rockt und sie wissen nur zu gut, was sie spielen müssen, damit alle bleiben. Die Dagebliebenen kamen voll auf ihre Kosten.


Der Sonntag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst und dem Jugendposaunenchor im Hangar.

Landesabgeordneter Andreas Stoch kommt jedes Jahr zum Fassanstich und das sehr gerne. Ein großes Wir-Gefühl und kameradschaftliches Miteinander nimmt er wahr. Wertschätzung und Achtung bekundet er allen, die sowas auf die Beine stellen und mit Leidenschaft vorantreiben, damit Viele diese gigantischen Tage erleben können, was bewundernswert ist. So sieht es auch Bürgermeister Heisler. Er freut sich über so viel Engagement und dem friedlichen Miteinander. Nach seinem Grußwort übernahm Matthias Heisler den Fassanstich. Das Freibier kam wie immer sehr gelegen und wurde lachend ausgeteilt. Matthias Heisler zapfte ohne Unterlass mit Hilfe von Jürgen Berger sowie Klaus Raab.

Der Erfolg gibt den Verantwortlichen Recht. Ein Festival „draußen und umsonst“ mit freiem Eintritt zu stemmen, ist ein große Herausforderung, logistisch und finanziell. Dies bedarf großer Unterstützung durch Sponsoren und vor allem durch die zahlreichen Helferinnen und Helfern und dem Bauhof.
Gutgelaunt saßen die Besucher vor der Bühne und machten es sich gemütlich. Sie lauschten bei manchem Leckerbissen den herrlichen Klängen der verschiedenen Blaskapellen am Jugendtag. Die Männer und Frauen hinter den Theken hatten alle Hände voll zu tun. Mal strömte würziger Duft von Gyros und Pommes über die Heide, dann wieder das liebliche Aroma von Popcorn, Pizza und Waffeln.
„Umsonst & Draußen“ das kann wunderschön sein. Die Bandlift-Organisatoren rund um Wolfgang, Jürgen und Thomas Berger sowie Initiator Sebastian Jäger, aber auch viele andere führten jeden Tag mit Witz und Charme sehr sympathisch durchs Programm. Basti hatte immer einen passenden Spruch auf Lager und verstand es hervorragend, die Neugier auf die jeweilige Band bei den Zuhörern zu wecken.
Die zahlreichen Besucher des Bandlift-Festivals waren durchweg begeistert, beeindruckt und fasziniert zugleich. Wie kann man so einen Event ohne größere Probleme dermaßen erfolgreich gestalten?
Die Organisatoren atmeten nach den vier klangvollen Tagen zufrieden auf. Sie haben so Manches die Tage erlebt, aber ihr Einsatz hat sich gelohnt. Das ganze Team hat super gearbeitet und mitgemacht. Alle zogen an einem Strang und hatten immer noch ein freundliches Lächeln im Gesicht, egal wie stressig es zuging. Der Platz bei den Segelfliegern ist einfach genial für den Bandlift. Jeder kann ungeniert auftauchen, sich mit Freunden treffen oder nur kurz mal vorbeischauen, ein wenig reden, tanzen oder auch nur die Seele baumeln lassen. Die große Weite auf dem Flugsportgelände lädt ganz individuell zum Bleiben ein. Der Gerstetter Musikverein ist einfach nahezu perfekt, sei es beim Musizieren, Organisieren, Arbeiten, im Miteinander und beim Machen und Tun. Kultur und Zusammensein wurde beeindruckend in einen Einklang gebracht. Da kann man nur staunen und anerkennend danke für vier wunderschöne Tage sagen.
Die Weite draußen bei den Segelfliegern hat sich bestens bewährt, so der Vorsitzende Jürgen Berger. Es war ein friedliches Fest an dem die Kultur zum Volk gebracht werden konnte, für Jung und Alt war etwas dabei, was das erklärte Ziel war.
Statt einer Gage versucht man jedes Jahr neu, den Musikern ein tolles Wochenende zu bieten, eine Bühne für ihre Bands. Finanziell läuft das Festival durch Sponsoren und den vielen freiwilligen Helfern des Musikvereins.
Auch auf dem Campingplatz herrschte stets gute Stimmung.

Umsonst & draußen, die zahlreichen Besucher nahmen es gerne an. Sie verbreiteten gute Laune und beste Stimmung. Der Termin für das nächste Jahr steht bereits – das Bandlift-Festival wird um die gleiche Zeit im Juli 2027 draußen bei den Segelfliegern stattfinden. (ela)
